26 September 2016

Byron Bay und ein Tag im Regenwald

Da in Queensland zur Zeit Schulferien sind und meine juengste Gastschwester im Moment ihren Fueherschein am machen ist, kommt es bei uns nun auch mal wieder haeufiger vor, dass wir etwas "weitere" Strecken mit dem Auto zurueck legen. (Hier muss man 100Std. mit seinen Eltern gefahren sein, bevor man zu seiner Pruefung antreten darf)
Also kam meine Gastmama auf die Idee fuer einen Vormittag runter nach Byron Bay zu fahren. Also sind wir morgens los, haben zwischenzeitlich noch meine aelteste Gastschwester eingesammelt und haben uns auf den Weg ins etwa 100km entfernte Byron Bay gemacht. Dort angekommen, haben wir uns zuerst in ein sehr suesses Cafe gesetzt, welches uns einen atemberaubende Ausblick bot und Byron Bay von einer seiner schoensten Seiten praesentierte.






Spaeter sind wir dann ueber den nahegelegenen Markt geschlendert, der direkt neben dem Strand aufgebaut war. Da es meiner Gastmama aber gesundheitlich rapide schlechter ging, haben wir uns dann dazu entschieden uns wieder auf den Heimweg zu machen und standen natuerlich wie es in einer solchen Situation nicht anders zu erwarten ist im Stau.
Am Abend wollten sich meine juengere Gastschwester und ich eigentlich mit meiner anderen Gastschwester in Brisbane treffen, aber da der Weg zurueck durch die Hitze exttrem an die Substanz 
ging, haben wir uns dazu entschieden den restlichen Tag eher ruhig zu verbringen.




Heute morgen dann war ich jedoch mit meiner Gastschwester um 8.00am zum wandern verabredet und wie es natuerlich fuer australische Verhaeltnisse so uebrig ist, sind wir auch puenktlich um kurz nach elf Richtung Springbrook aufgebrochen, Es war schon ein etwas komisches Gefuehl nun endlich auch meine vierte Gastschwester das erste Mal wieder zu sehen, aber zum Glueck hat sich ueberhaupt nichts veraendert und wir sind zum Entschluss gekommen, dass wir noch genauso kindisch sind wie vorher,
Nach einer entlosen Autofahrt sind wir dann endlich im National Park angekommen. Nach einem gefuehlt 10km langem Wanderweg und einem Hoehenunterschied von gefuehlten 3km hatten wir es endlich geschafft - die Aussicht dafuer hat sich wirklich gelohnt, Zwar hatte meine Gastschwester mir vorher gesagt, dass man fuer den Weg nicht sonderlich sportlich sein muss, aber die erneute Hitze machte nicht nur das wandern, sondern auch das atmen in den hoeher gelegenen Abschnitten extrem schwer; und so hatte ich nach der Haelfte das Gefuehl, dass ich meiner ersten Nahtod Erfahrung noch nie zuvor so nah war.






Aber im Nachhinein war alles nur halb so schlimm.
Danach sind wir noch zu meiner Gastschwester nach Hause gefahren und waren Sushi essen, bevor sie mich dann wieder zuhause abgesetzt hat.


Ab Morgen geht es dann uebrigens das erste Mal aktiv auf Jobsuche, aber davon berichte ich euch dann, wenn es ernster wird, Bis dahin...
Eure Maren

23 September 2016

Plaene ueber Bord geschmissen

Es ist schon wieder eine Weile her, als ich mich das letzte Mal hier auf meinem Blog gemeldet habe und ich habe mal wieder das Gefuehl, die schlechteste Bloggerin aller Zeiten zu sein, denn als Bloggerin sollte man natuerlich immer seinen Laptop zuhause lassen. Netterweise hat mir eine meiner Gastschwestern ihren alten zur Verfuegung gestellt. Gastschwester? Ja ihr habt richtig gelesen, denn auch wenn ich erst am 06.09 in Australien angekommen bin, hat sich schon so viel geaendert. Ich bin zurueck an die Gold Coast gezogen und lebe nun wieder mit meiner Gastfamilie zusammen, ich habe sozusagen die Work and Travel Plaene mal komplett ueber Bord geschmissen - nicht zu 100% aber zumindest zum Grossteil. Aber fangen wir doch mal von vorne an.

Alles begann am 4.September - gegen Abend sind meine Familie und ich zusammen zum Flughafen gefahren, wo schon meine Freunde auf mich gewartet haben. Ich habe also meine Koffer abgegeben und bin in Richtung Sicherheitskontrolle geschlendert, und ich kann euch sagen, dass mir der Abschied noch nie so schwer gefallen ist, und dass ich mich nicht daran erinnern konnte, dass es das erste Mal auch so schwer gewesen waere. Vielleicht war es auch, weil es schon der zweite Abschied in dieser Woche war. Erst den Montag davor hatten wir uns alle dort versammelt gehabt, um meine Freundin zu verabschieden, die fuer 1 Jahr nach Neuseeland aufgebrochen ist. Gluecklicherweise wird jeder aus meinem engeren Freundeskreis die naechsten Monate irgendwo am anderen Ende der Welt verbringen, ob in Guatemala, Suedafrika, Neuseeland oder wie ich in Australien, was den Abschied dann doch irgedwie wieder leichter erschienen laesst.

Auf jeden Fall ging es danach fuer schon eine gefuehlte Ewigkeit auf nach Dubai. Nach einem kurzen Aufenthalt dort ging es weiter nach Brisbane - 14 Stunden lang. Natuerlich ist einem nach kurzer Zeit auch sofort wieder eingefallen, wie lange 14 Stunden eigentlich sein koennen. In Brisbane angekommen musste ich dann meinen Koffer holen, denn ich musste zum Zoll und zur Sicherheitskontrolle. Dort bin ich dann jemanden begegnet, der schon seit Duesseldorf mit mir geflogen ist und auch wie ich weiter nach Cairns flog, um dort sein Work and Travel zu starten. Der letzte Flug war fuer mich allerdings auch der schlimmste - ich glaube jede Sardinenbuexe waere Platzfreundlicher gewesen.\
In Cairns dann der grosse Schock - Ich war da, meine Rucksack war da, alle meine Unterlagen waren da, nur mein Koffer lies auf sich warten.
Als dieser nach einer gefuehlten Ewigkeit noch nicht auffindbar war, bin ich zum Schalter gegangen und habe ihn als "vermisst" gemeldet.
Also ging die lange Reise erstmal weiter - ohne meinen Koffer.
Vom Flughafen habe ich dann einen Shuttle zum Cairns Zentrum genommen, um von dort aus den Trans North Bus nach Atherton zu nehmen. Nach 1 1/2 Stunden wurde ich dort von Miri herzlich in Empfang genommen.

Von dort aus ging es direkt nach Mareeba, wo wir fuer einen Freund von Miris Freund Housesitting fuer ein paar Tage gemacht haben. Von dort aus wollten wir eigentlich in ein Working Hostel in der Umgebung gehen, um unser Second Year Visa zu bekommen, aber wir konnten uns mit dem Vorgaben im Vertrag nicht so richtig anfreunden, also haben wir uns dazu entschlossen, uns auf eigene Faust nach Farmarbeit umzusehen. Da uns eine Freundin ausserdem ihr Auto zur Verfuegung gestellt hat, konnten wir viele verschiedene Orte in der Umgebung erkunden.
Wir waren in Cairns (haben bei der Gelegenheit auch gleichzeitig meinen Koffer abgeholt), haben uns spontan tattoowieren lassen, waren bei Granite Gorge und verschiedenen Wasserfaellen in der Umgebung.






 



 














Nach unserer Zeit in Mareeba sind wir fuer drei Naechte nach Yungaburra ins "On the Wallaby" gezogen, ein wirklich suesses und gepflegtes kleines Hostel. Da wir danach aber unser Zimmer haetten Wechseln muessen, haben wir uns dazu entschieden, nach Walkamin in "Top of the Crop" zu ziehen. Dort war es wirklich sehr angenehm ruhig, wir hatten ein 4er Zimmer fuer uns alleine und waren auch vertraglich an nichts gebunden. Ausserdem war die Managerin dort wirklich sehr sehr nett, hat uns angeboten uns bei der Jobsuche zu helfen und war auch sonst bei allerlei Problemchen gleich zur Stelle.

Waehrend der Zeit dort habe ich mir aber immer und immer mehr Gedanken darum gemacht, ob das wirklich das Richtige fuer mich ist, denn es gab einfach einige Dinge, mit denen ich mich nicht ueber einen laengeren Zeitraum haette anfreunden koennen und mir ist bewusst geworden, dass ich mich in einem geregeltem Umfeld besser aufgehoben und vor allem wohler fuehle.
Deswegen habe ich erstmal mit meiner Mama lange geredet, habe mir Rat bei meinen Freunden geholt, ihnen meine Situation erklaert und auch sie sind zum Entschluss gekommen, dass es besser waere wenn ich gehe.
Also habe ich so spontan wie ich ja so bin, kurzfristig meiner Gastmama eine Nachricht geschrieben, einen Flug fuer zwei Tage spaeter gebucht und angefangen meine ganzen Dinge zurueck in meinen Koffer zu stopfen, Sonntags Morgen hat Miri mich dann nach Atherton gefahren, damit ich dort den Trans North Bus zurueck zum Flughafen nehmen konnte und oje der Abschied war alles andere als leicht, schliesslich haben wir hier alles innerhalb der letzten drei Jahre zusammen geplant und jetzt ist alles doch ganz anders gekommen. Ich werde auf jeden Fall nochmal zurueck kommen, Miri besuchen und mir das Great Barrier Reef anschauen kommen. Wer weiss vielleicht wird das ja schon meine naechste groessere Reise innerhalb Australiens,





Am Flughafen angekommen dann der naechste Schock - alle Menschen die mich kennen, wissen, dass sowas eigentlich nur mir passieren kann, denn ich habe natuerlich den falschen Flug gebucht, zwar ging dieser auch nach Brisbane, aber nicht wie geplant am 18. sondern schon zwei Tage zuvor, am 16, den Tag wo ich den Flug gebucht hatte Ooopsi.
Also mussten wir kurzerhand einen neuen Flug buchen, der glucklicherweise zur selben Zeit ging wie der urspruengliche,

Nach 2 1/2 Stunden Flug bin ich dann endlich in Brisbane gelandet und meine einzige Sorge war, dass mein Koffer mal wieder verloren gegangen ist. Gluecklicherweise war dies nicht der Fall und so konnte ich vollgepackt die Bahn in Richtung Gold Coast nehmen.

An der Bahnhaltestelle sollte dann eigentlich meine Gastmum auf mich warten, aber sie war wieder einmal zu spaet, ich meine warum haette sich das auch in den letzten 2 1/2 Jahren irgendwie aendern sollen. Als wir zuhause ankamen, bezog ich mein altes Zimmer, was kaum als mein altes Zimmer zu erkennen ist, denn es wurde mit komplett neuen Moebeln ausgestattet.
Und jetzt sitze ich hier schon seit knapp fuenf Tagen in meinem Zimmer, bei einer Familie, wo ich vor knapp 3 Jahren mit all meinen Sachen vor der Tuer stand, eingezogen bin, ohne vorher ueberhaupt ihre Namen gewusst zu haben und fuehle mich als haette ich diese Familie nie verlassen.

Reisen werde ich uebrigens trotzdem noch. Eine Reise nach Neuseeland steckt zwar noch in den Kinderschuhen der Planung, steht aber auf jeden Fall auf meiner Liste, Cairns, Sydney, Melbourne, Perth und verschiedene kleinere Inseln werden auch auf jeden Fall noch angeflogen und in einer Menge Fotos festgehalten.

Und ansonsten steht in naechster Zeit erstmal das Thema "Jobsuche" auf dem Plan, ich warte zwar immer noch auf meine TFN (Steuernummer), aber sobald diese angekommen ist, werde ich mich auf jeden Fall intensiv auf die Suche begeben.

Ansonten melde ich mich wieder wenn es Neuigkeiten gibt. Bis dahin...
Eure Maren.


PS. Durch Facebook sind die Bilder in extrem schlechter Qualitaet, hoffe das sich das noch irgendwie beheben laesst.

31 Juli 2016

ADAC - Auslandskrankenversicherung

Um auch im Ausland gesundheitlich ausreichend abgesichert zu sein, solltest du unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Ich persönlich habe mich dann für eine Versicherung bei ADAC entschieden. Normalerweise war ich immer in unserer Familienversicherung von der AOK mitversichert, jedoch musste ich durch meine Vollzeitstelle über meinen Arbeitnehmer versichert werden - da ich ja auch Steuern zahlen muss, und somit alles ein wenig anders abläuft. Diese Versicherung verfällt aber mit meinem Arbeitsvertrag. Da ich aber bis Mitte der Woche vor meiner Abreise arbeite, erschien es mir zu kompliziert eine Auslandsversicherung über die AOK abzuschließen, da ich mich nochmal als Einzelperson neu versichern müsste, da ich nicht zurück in die Familienversicherung kann, da ich volljährig bin und keine Berufsausbildung antrete. 

Also habe ich mich ein bisschen im Internet erkundigt und bin auf ADAC gestoßen. Dort haben meine Mutter und ich dann angerufen und mit einer Mitarbeiterin den Vertrag abgeschlossen. Zuerst dachten wir, dass es vielleicht auch sinnvoll wäre, ADAC Mitglied zu werden, aber dadurch hätte ich nur 20€ eingespart und somit war dies nicht notwendig. 
Ich persönlich habe mich für die Basiskrankenversicherung entschieden, da diese alle notwendigsten Aspekte abdeckt und ich diese als vollkommen ausreichend sehe.
In der Basisversicherung sind folgende Punkte enthalten:
  • Ambulante ärztliche Behandlungen
Wir erstatten die medizinisch erforderlichen ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen sowie ärztlich verordnete Arzneimittel im Ausland. Im medizinischen Notfall erstatten wir außerdem die Kosten für die Ersversorgung durch den Notarzt und den Transport zum nächst erreichbaren geeigneten Arzt oder Krankenhaus sowie Betreuungs - und Rückreisekosten für mitversicherte, minderjährige Kinder
  • Behandlung durch den Zahnarzt
 Bei akuten Zahnschmerzen ersetzten wir im Rahmen der Reisekrankenversicherung die Kosten der schmerzstillenden Behandlung im Ausland einschließlich Reparaturen von Zahnersatz
  • Stationäre Behandlung als Privatpatient
Müssen sie wegen einer Verletzung oder einer akuten, unerwarteten Erkrankung im Ausland ins Krankenhaus, können Sie sich als Privatpatient unterbringen und behandeln lassen. Wir übernehmen im Rahmen der Reisekrankenversicherung die Kosten für die stationäre Behandlung als Privatpatient - auch für Operationen. Dabei geben wir, falls erforderlich, eine Zahlungsgarantie bis 13.000,-€ gegenüber dem Krankenhaus.
  • Krankenrücktransport
Wenn Sie im Ausland schwer erkranken oder erheblich verletzt werden, organisiert der ADAC Ambulance Service, soweit medizinisch sinnvoll und vertretbar, Ihren Rücktransport in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt. Falls erforderlich, bringen wir Sie per Ambulanz - Jet nach Deutschland zurück. Die Kosten übernehmen wir in voller Höhe.
  • Personen Bergung
Wenn Sie im Ausland erkranken oder verletzt werden und deshalb von einem Rettungsdienst gesucht, gerettet oder geborgen werden müssen, zahlen wir diese Kosten bis zu 2.600€ pro Person.
  • Überführung im Todesfall
Der ADAC - AmbulanzService organisiert die Rückführung Verstorbener aus dem Ausland an den deutschen Heimatort. Die Kosten übernehmen wir in voller Höhe. Bei Bestattungen am Sterbeort ersetzen wir die Kosten bis 10.000,-€. Außerdem erstatten wir die Betreuungs - und Rückreisekosten für mitversicherte, minderjährige Kinder.
  • Medizinischer Informationsservice
Unsere Experten informieren Sie bereits bei den Vorbereitungen Ihrer Auslandsreise über vorgeschriebene oder empfohlene Schutzimpfungen für Ihr Reisegebiet und, soweit möglich, über deutsch oder englisch sprechende Ärzte in der Nähe Ihres Reiseziels.
  • Telefonkosten
Um schnelle Hilfe garantieren zu können, kontaktieren Sie uns bei stationärer Behandlung, Krankenrücktransport oder Überführung im Todesfall. Dadurch entstehende Telefonkosten erstatten wir bis 52,-€

Da für mich eine inbegriffene Zahnärztliche Behandlung sehr von Bedeutung war und für meine Eltern die Überführung im Todesfall, war für uns die Basisversicherung vollkommen ausreichend. Für weitere Informationen zur Exklusiv - und Premiumversicherung (bitte hier klicken).
Außerdem habe ich mich bewusst gegen eine Reiserücksichtsversicherung und Haftpflichtversicherung entschieden und komme somit ich auf einen Betrag von 365,-€ für 12 Monate Versicherungschutz. Dieser Betrag wird im Vorfeld der Abreise fällig.

Wenige Tage nach meinem Telefonat habe ich dann alle wichtigen Unterlagen per Post zugesandt bekommen. Diese muss ich in Australien aber nicht mitführen, denn ich kann durch einen 24h - Nummer und meine Kundennummer alles wichtige unverzüglich abklären lassen.

Bis jetzt habe ich einen sehr guten Eindruck von der Versicherung, aber genaueres kann ich dir natürlich erst berichten, falls ich diese in Australien in Anspruch nehmen muss.

07 Juli 2016

Das Working Holiday Visum (subclass 417)


Endlich ist es offiziell: Ich fliege wirklich nach Australien!

Um für einen längeren Aufenthalt in Australien leben,, arbeiten oder auch studieren zu können, braucht man das Working Holiday Visum (subclass 417). Dieses könnt ihr ganz leicht online bei der australischen Regierung beantragen.
Dafür musst du dir zuallererst einmal ein eigenes Konto bei ImmiAccount erstellen. Dieser Account dient nur dazu den aktuellen Stand deines Visums zu  verwalten. So kannst du z.B deinen Antrag zwischenspeichern und immer wieder auf dem selben Stand zurück greifen. Außerdem kannst du nachschauen, ob nach der Bezahlung dein Antrag bereits in Bearbeitung ist oder ob irgendwelche Schwierigkeiten aufgetreten sind.

Um ein Working Holiday Visum (subclass 417) beantragen zu können, musst du Folgende Aspekte beachten:
  • Du musst bei der Ausreise zwischen 18 und 31 Jahre alt sein
  • Du musst eine Staatsbürgerschaft besitzen, die mit diesem Visum kompatibel ist (Deutschland, Belgien, Frankreich, Schweden etc.) 
Für Staatsbürgerschaften, die mit diesem Visum nicht kompatibel sind, kann das Working Holiday Visum (subclass 462) beantragt werden. Für nicht aufgelistete Länder ist eine Beantragung leider nicht möglich.
  • Du darfst vorher nicht mit dem Work and Holiday Visum (subclass 462) eingereist sein.
  • Du musst einen gültigen Reisepass eines kompatiblen Landes besitzen
  • Du musst genug Geld vorweisen können, um in Australien leben zu können (ca. $5000 - ca. 3500€)
  • Du musst am Ende deines Aufenthaltes in der Lage sein, ein Rückflugticket buchen zu können
  • Du darfst keine von dir abhängigen Kinder haben
  • Du darfst keine Vorstrafen haben

Du kannst das Working Holiday Visum (subclass 417) nur einmalig in deinem Leben beantragen. Bei nicht - antreten ist eine erneute Beantragung nicht möglich. Ab der Genehmigung musst du innerhalb eines Jahres eingereist sein und ab dann ist dein Visum für ein Jahr gültig.

Ich persönlich hatte einige Startschwierigkeiten bei der Beantragung, die mich auch einige Nerven gekostet haben, denn ich habe keine Kreditkarte und eine Beantragung ist nur mit jener möglich. Nach einigen Hin und Her konnte ich es jedoch endlich  beantragen (ca. $444) und nicht einmal 20 min später hatte ich bereits meine Visumsbestätigung. Dazu bekommst du eine 6 - seitige Email, die du ausdrucken und auf deine Reise mitnehmen musst. Am besten machst du von allen wichtigen auch nochmal Dokumenten eine Kopie.



In der nächsten Zeit werde ich dir wieder regelmäßig von meinen Vorbereitungen berichten, denn in knapp 7 Wochen heißt es auch schon Koffer packen und bereit für ein  neues Abenteuer.

22 Juni 2015

Bereit für eine neue Reise

Nach einer Ewigkeit melde ich mich nun auf meinem Blog zurück.
In den vergangen 10 Monaten ist dieser Teil meiner Australien Reise fast schon in Vergessenheit geraten und es ist unglaublich viel passiert. Ein wunderbarer Urlaub in der Türkei ist vorüber, ich habe meinen Führerschein bestanden, 2015 hat schon vor Ewigkeiten begonnen, vor einigen Monaten konnte ich meinen 18.Geburtstag feiern, ich habe meine Abifahrt überstanden, der Sommer schleicht sich so langsam ein und in nicht einmal mehr einer Woche habe ich endlich die 12. Klasse beendet.
Nächstes Jahr habe ich dann hoffentlich mein Abi in der Tasche und kann entspannt meinem neuen Abenteuer entgegen fiebern.

In knapp 12 Monaten soll es zurück nach Australien gehen, neue Abenteuer, neue Einblicke, neue Menschen und eine ganz neue Erfahrung.

Moment einmal? Das gleiche Land? Die selbe Mentalität? Die selben Orte? Auch viele bekannte Menschen, aber doch eine andere Erfahrung?

Trotz der ganzen Ähnlichkeiten werde ich ganz neue Erfahrungen sammeln. Ich bin erwachsen geworden. Es sind fast drei Jahre vergangen. Ich werde nicht mehr das 16 jährige Mädchen sein, welches das erste Mal alleine auf  Reisen geht, eine australische High School besuchen wird, und die Welt noch durch zum Teil kindlichen Augen sieht. Viele sagen, warum möchtest du wieder nach Australien? Du warst doch schon mal dort, hast die Kultur kennengelernt - dieses spannende, unbekannte schon erlebt.
Doch genau das ist es - ich glaube ich werde in der Lage sein, mich auf ganz andere Einblicke in Australien konzentrieren zu können, Augenblicke ganz anders auf mich einwirken lassen und Dinge sehen, für die ich vor drei Jahren noch gar nicht bereit war sie zu sehen. Es wird anders werden. Eine neue Erfahrung. In einem Land, welches ich Heimat nenne.
Ich bin bereit für ein neues Abenteuer!

In den nächsten Monaten werde ich wieder regelmäßig auf meinem Blog berichten, euch an den Vorbereitungen teilhaben lassen und euch letztendlich ein zweites mal mit auf meine Reise ans andere Ende der Welt nehmen. Falls ihr Fragen, Anregungen oder ähnliches habt, würde ich mich über Kommentare freuen.

05 September 2014

Returneetreffen am Sorpesee

"A mind that is strechted by new experiences, can never go back to its old dimensions"

Vom 29.08.-31.08.2014 fand Returneetreffen meiner Organisation Stepin statt.
Ich habe mich für den Freitag von der Schule beurlauben lassen und habe mich am frühen Vormittag auf den Weg zu meiner Freundin gemacht. Da aber bereits in Köln meine erste Anschlussbahn ausgefallen ist, hat sich alles ein bisschen schwieriger gestaltet.
Nachdem ich angekommen bin, hat uns ihre Mutter nach Sundern am Sorpesee gefahren. Wir haben uns angemeldet und wurden zusammen in ein 6er Zimmer zugeteilt. Es begann alles erst einmal mit einem riesigenLächeln, denn ich habe viele wiedergesehen, die ich das letzte Mal in Brissie oder sogar erst in Sydney gesehen hatte. Um 18.00h gab es dann Abendessen.

Da wir fast 100 Returnees waren, wurden wir in kleinere Gruppen aufgeteilt und sind zusammen mit ein oder zwei Betreuern in einen Raum gegangen, um uns untereinander von unserem Erlebnissen austauschen zu können. Es war wirklich interessant gerade auch mal Einblicke in die Erlebnisse von Steppies zu hören, die zum Beispiel in den USA, Irland, Kanada oder Neuseeland waren. Aber man hat letztendlich doch für die jenigen besonders interessiert, die in Australien waren.
Wir haben den restlichen Abend dann noch gequatscht und sind auch erst ziemlich spät ins Bett gegangen, denn meine Freundin hatte am nächsten Tag Geburtstag und wir wollten unbedingt ein bisschen in ihren Geburtstag feiern.

Am nächsten Tag wurden wir nach dem Frühstück wieder in drei Gruppen aufgeteilt und wir haben verschiedene Outdoor Aktivitäten gemacht. Wir hatten zu aller erst einmal innerhalb unserer Gruppen eine kleine Vorstellungsrunde und haben dann verschiedene Spiele gemacht.
Das Wetter war zwischendurch zwar nicht so gut, aber davon haben wir uns trotzdem nicht die Laune verderben lassen.
Danach sind wir Kanadier gefahren und haben bei einem Zwischenstopp noch kleinere Spiel gespielt, die ich bis jetzt immer noch nicht verstanden habe :) Zum Schluss waren wir noch ein Floss bauen, und da alle Stationen jeweils 2 1/2 Stunden gedauert hatten, waren wir froh als wir uns alle etwas erschöpft auf den Grill stürzen konnten. Am Abend haben wir dann alle zusammen das spektakulärstes Auslandserlebniss gekürt. Wir hatten einen richtig schönen Abend und soviel Lachen mussten viele schon lange nicht mehr. Unser Gewinner hatte es auf jeden Fall mehr als verdient.


Am nächsten Tag hatten wir nach dem Frühstück noch eine kleine Nachbesprechung. Wir haben uns unseren Auslandsfilm angesehen, mit Bildern, die einige Steppies im vorhinein eingesendet hatten. Danach wurde uns noch einiges erklärt, wie wir als Returnees jetzt im Nachhinein noch fungieren können. Und danach war es auch schon vorbei. Wir haben unsere Taschen gepackt und sind mit dem Bus Richtung Bahnhof aufgebrochen. Wir waren alle ein bisschen wehmütig, denn

Unser Auslandsjahr ist jetzt offiziell vorbei. 

Alles hat mit solch einem Treffen angefangen, und mit solch einem Treffen war es jetzt auch offiziell zu Ende.
Im April 2013 haben wir uns auf dem Vorbereitungsseminar kennengelernt. Wir waren uns völlig fremd, aber wir alle hatten den selben Traum, vom größten Abenteuer unseres Lebens. Und jetzt rund 1 1/2 Jahre später steht man dort mit engen Freunden und jeder hat eine eine große Portion an Erinnerungen parat. 
Unser Jahr hat uns untereinander manchmal mehr und manchmal weniger zusammen geschweißt, und einige Menschen sind ein Teil unseres Lebens geworden, die man ohne das Auslandsjahr nie kennen gelernt hätte.

"We have left our hearts in so many places"





08 Juli 2014

1 Jahr! Der Ozean ist der Schlüssel nach Hause

Hallo Ihr Lieben.

Ich öffnete meine Augen. Ich war schon lange bevor mein Wecker klingelte wach.  Ich drehte mich zur Seite, meine ganzen Klamotten lagen quer in meinem Zimmer verteilt. War ja wieder klar, dass ich nicht rechtzeitig fertig werde, obwohl ich schon vor Wochen angefangen hatte zu packen. Ich schaute ein letztes Mal auf meine Packliste, hinter welcher sich schon eine regelrechte Häkchenfamilie gebildet hatte, nachdem ich gefühlte 300 mal meinen Koffer durchgescheckt hatte, um auch wirklich sicher zu sein, ja nichts vergessen zu haben.

Ich schloss den Kofferraum. Schaute ein letzes mal zurück, zu dem Ort, den ich solange schon mein Zuhause nenne.Wie wird es wohl sein? Was wird sich verändern? War es wirklich die richtige Idee, alles hier aufzugeben, um in Land zugehen, welches ich noch nie vorher besucht habe? Wird alles so wie ich mir das vorgestellt habe? Und inwieweit wird mich meine Zeit in Australien prägen? Wie werde ich das alles hier in 5 Monaten sehen? 1000de von Fragen gingen mir durch den Kopf, während wir uns immer mehr von meinem Zuhause entfernten und uns auf den Weg Richtung Frankfurt machten.

Es tümmelten sich immer mehr aufgeregte Menschen an unserem Treffpunkt am Flughafen. So viele Gesichter, die einem bekannt vor kamen, Menschen, die man schon seine Freunde nannte, aber auch so viele fremde Gesichter, mit denen man sich dennoch so verbunden fühlte. Denn wir hatten alle den selben Traum - den Traum von Australien.

Ich schaute in die Augen meiner Familie, die so mit Tränen gefüllt waren. Eine letzte Umarmung, eine letztes Lachen, das letzte mal dieses mülmige Gefühl im Gesicht meiner Eltern zu sehen, welche dennoch wussten, dass es Zeit war, mir Flügel zu geben.
Ich ging durch die Sicherheitskontrolle, schaute ein letzes Mal zurück, und winkte meiner Familie, bevor ich endgültig die Sicherheitskontrolle passierte.
Und dann war es endlich soweit. Die Stewardess erklärte uns zum letzten mal die Sicherheitshinweise und dann hoben wir ab.

Ich klappte die erste Seite meines Abschiedsbuches auf und mir schossen sofort die Tränen in die Augen. Diese Verunsicherung doch nicht das richtige zu tun, und ob es dieser ganzen Aufruhr wirklich wert ist, in das Unbekannte zu starten, dahin wo man sich von 0 alles neu aufbauen muss. Ein Neuanfang.
Nach einem endlos langen Flug, konnten wir die ersten Sonnenstrahlen auf Sydney herabscheinen sehen.
Unser Flugzeug setzte zur Landung an. Einige Sekunden später landeten wir etwas hollbrig das erste mal auf australischem Boden.
Wir haben es wirklich geschafft! Wir sind da! Australien! <3

Die Schulklingel läutete pünktlich um fünf vor drei. Ich verabschiedete mich von meinen Freunden und machte mich auf den Heimweg. Einige Monate bin ich jetzt schon hier. Ich bin endlich angekommen. Soviel habe ich erlebt. Ich habe mich so sehr verändert. Ich habe die schönsten, aber auch die schwersten Tage meines Lebens erfahren. Ich habe meine Gastfamilie gewechselt, habe an Abbrechen gedacht, wollte nur noch nach Hause und dennoch könnte ich jetzt nicht glücklicher sein. Ich habe eine wundervolle Gastfamilie bekommen, habe mir ein zweites Leben aufgebaut und fühle mich endlich zuhause. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie ich mein Leben betrachtet habe, bevor das alles passiert ist. Bevor ich diese Erfahrung ergriffen habe, ohne die ich mir mein Leben jetzt gar nicht mehr vorstellen könnte.



"Can you pass me the bacon, please?! erschallte es aus der Richtung meiner Gastmutter. Meine Gastschwester stellte ihn natürlich noch weiter weg, als er ohnehin schon war. So wie jeden Tag. Nach einem leichten Tritt gegen das Schienbein und einem ernsten Blick meiner Gastmutter reichte sie ihr letztendlich den Bacon. Wir redeten, lachten zusammen und machten einfach alles, was einfach typisch für unseren total chaotischen Alltag war. Wenn ich in die Augen meiner Gastfamilie sah, wurde mir sofort klar, wie viel Glück ich mit meiner Familie hatte, die Menschen, die auch schon lange ein Stück, in meiner richtigen Familie eingenommen haben. Ich könnte nicht glücklicher sein, alles schien perfekt - mein Leben, meine Familie, meine Freunde, einfach alles. Ich sah das Lachen meiner Gastschwester, doch plötzlich wurde alles verschwommen.

Der Wecker reißt mich aus meinen Träumen. Ich schaue auf meine Uhr. 6.00 Uhr. War alles nur ein Traum? Ich entriegele den Bildschirmschoner meines Handys und meine Gastfamilie lächelt mich auf meinem Bildschirmhintergrund an. Nein das war kein Traum. Das ist alles wirklich passiert. Sofort schießen mir all diese wunderschönen Erinnerungen in den Kopf. Es ist der 8.Juli. Es ist jetzt genau 1 Jahr her. Der Tag an dem ich in mein Abenteuer Australien gestartet bin. Das Abenteuer, welches ich jetzt ein Teil meines Lebens nennen darf. Mein deutscher Alltag hat mich mittlerweile wieder eingeholt. Aber Australien ist immer noch so präsent wie zuvor.

Dreams feel real while we're in them. It's only when we wake up that we realize something was actually strange.

Ich mag mein deutsches Leben, aber es ist anderes. Es fehlt etwas. Es fehlt etwas, was sich am anderen Ende der Welt befindet. Der zweite Teil meines Herzens, welchen ich für immer in Australien zurück gelassen habe, bei meiner Familie, bei meinen Freunden und bei meinem Leben Down Under.
Ich kann immer noch nicht glauben, dass alles wirklich schon 1 Jahr her ist. Aber ich bin so froh, dass alles noch so präsent und realistisch ist und das mein Entschluss feststeht bald wieder nach Hause zurück zu kehren, denn...

Australien ist der erste Gedanke nachdem ich aufwache, und der letzte bevor ich einschlafe!


Es ist und bleibt die beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe Erfahrungen gesammelt, die mir keiner mehr nehmen kann und die ich ohne Australien nie gesammelt hätte!

Und ich bereue nichts
Nicht einen Schritt, nicht einen Augenblick davon
Auch wenn es verloren ist
Es war doch nichts umsonst
Nichts umsonst!